Chronik-Ratgeber: Teil 3 - Aufbau und Inhalt einer Chronik

Chronik-Ratgeber: Teil 3

AUFBAU UND INHALT EINER CHRONIK

Themen:

 

CHRONIK-STRUKTUR UND INHALT

Nachdem Recherche und Vorplanung weitestgehend abgeschlossen sind, kann man sich dem eigentlichen Schreiben widmen! Zuerst sollten die recherchierten Inhalte ausgewertet und sortiert werden. Nicht alles Gesammelte ist auch Wert es zu veröffentlichen. Lieber etwas mehr aussortieren – immer unter dem Gesichtspunkt, dass die Inhalte für den Leser interessant und lebendig bleiben! Dabei ist es unerlässlich, sich auch Gedanken zur Struktur der Chronik zu machen. Die zu behandelnden Inhalte und Themen sollten Sie in einem Inhaltverzeichnis festhalten.
Danach ist zu klären, wie ausführlich einzelnen Themenbereiche behandelt werden, welche Bilder dafür zur Verfügung stehen und an welcher Stelle und in welcher Größe sie im Text platziert werden. Dabei klärt sich auch, ob das gesammelte Bildmaterial ausreichend oder evtl. noch weiteres erforderlich ist.
Auch ein Quellennachweis sollte nicht fehlen. Dies kann in Fußnoten oder im Anhang erfolgen. Hilfreich ist, wenn man zu Anfang verschiedene Ordner anlegt in denen Kopien der Unterlagen aufbewahrt werden. Schon beim Sammeln können die Unterlagen mit Ihren Vermerken, Stichworten und Quellenangaben versehen werden – das spart später Zeit, wenn Sie daraus zitieren wollen oder einen Quellennachweis einfügen wollen.

Hier ein paar grundsätzliche Tipps zu Chronik-Themen im Inhalt:

  • Abriss zur Geschichte- Traditionen und Bräuche
  • wichtige Persönlichkeiten und deren Verdienste und Werdegang
  • je nach Chronikart: Geburten, Todesfälle – Ausscheiden aus dem Unternehmen/Verein
  • außergewöhnliche und historische Ereignisse
  • bei Vereinschroniken: Wettkämpfe und errungene Siege
  • bei Firmenchroniken: wichtige Produkteinführungen und Entwicklungen
  • Jubiläen von Mitgliedern, Ausflüge, Veranstaltungen, Feiern

So könnte eine Gliederung aussehen:

  1. Grußwort (Widmung), Danksagung
  2. Vorwort von Vorstand, Geschäftsführer, Familienoberhaupt, Rektor
  3. Ursprung des Unternehmens, des Vereins, der Schule, der Familie
  4. Aufgaben und Philosophie
  5. Höhepunkte, Erfolge, Ereignisse
  6. Ehrungen, Preise, Auszeichnungen
  7. Kunden, Mitarbeiter, Vereinsmitglieder
  8. Persönlichkeiten
  9. Blick in die Zukunft

SCHREIBSTIL UND INHALTLICHE GESTALTUNGSTIPPS

Sie sollten endlose Textpassagen und Wiederholungen vermeiden und Ihre Ausführungen so kurz wie möglich halten - besser sind Unterpunkte mit entsprechenden Überschriften.
Durch das einbetten von Bildern, Tabellen, Schaubildern und Gruppenfotos können Texte abwechslungsreich gestalten werden. Dabei sollte Ihr Schreibstil nicht aufgesetzt, sondern möglichst locker und authentisch sein.
Auch alte Zeitungsartikel, Spielpläne, Karten, Diagramme, Stammbäume oder Tabellen zu Produktionszeiträumen, weiterhin Auszüge aus Tagebüchern oder handschriftliche Unterlagen – all das lockert auf und weckt das Interesse der Leser. 
Englische Ausdrücke sollten Sie vermeiden, damit auch ältere Menschen verstehen worum es geht. Natürlich ist auf korrekte Grammatik und Rechtschreibung zu achten – hierzu bieten die meisten Textverarbeitungsprogramme entsprechende automatische Korrekturhilfen an. 

BILDER UND DOKUMENTE

Aussagekräftige Bilder und Dokumente machen eine Chronik für den Leser interessant, zudem lassen sich daraus viele Geschichten ableiten. Mit einer guten und ausgewogenen Kombination von Bild und Text wird die Chronik lebendig – keiner will seitenlanges herunterrasseln von Daten, Zahlen und Fakten lesen - das langweilt nur! Also drauf achten - die gute Mischung macht’s!

Alle eingefügten Bilder, Karten, Schaubilder, Zeitungsausschnitte usw. sollten grundsätzlich mit Bildunterschriften versehen werden, die beschreiben was zu sehen ist. Die Platzierung der Bilder sollte zudem zu den jeweiligen Textpassagen der Seite passen – aber das versteht sich ja von selbst!

Achten Sie darauf, dass Ihre Bilder, Grafiken, Scans und Dokumente für das gewünschte Endformat in einer ausreichenden Bildqualität zur Verfügung stehen. Unscharfe oder pixelige Bilder wirken in der gedruckten Chronik unprofessionell - deshalb direkt, z.B. beim Einscannen analoger Bilder darauf achten, dass die alten Fotos und Dokumente mit einer ausreichenden Auflösung gescannt werden. Bilder sollten für einen scharfen Druck eine Auflösung von mindestens 300dpi in der platzierten Endgröße haben!

Das sollten Sie bei der Bildbearbeitung beachten:

  • keine schlechten, unscharfen oder farbstichigen Bilder einbauen (jedoch ist ein vergilbter Vintage-Stil bei alten Bildern passend und durchaus erwünscht)
  • Bilder, die zu klein sind und auf denen man nicht erkennt worum es geht, machen keinen Sinn
  • vermeiden Sie zu viele Bildmaterial - z. B. um Flächen zu füllen oder weil kein Text vorhanden ist. Besser sammeln Sie solche Bilder in einer separaten Galerie, zum Beispiel im Anhang
  • keine falschen Bilder oder ungeeignete Bildausschnitte einfügen - Bild und Text müssen sich ergänzen
  • keine langweiligen oder ähnliche Bilder ohne Informationsgehalt verwenden - lieber ein Bild weniger

LAYOUT UND SCHRIFTEN

Ein gutes Layout hilft bei der Orientierung, fördert das Verständnis und ist mitentscheidend für den Gesamteindruck Ihrer Chronik. Auch bei Schriftfont und Schriftgröße sollten Sie sich frühzeitig für die passenden Schrifttypen entscheiden. Die verschiedenen Schrifttypen können Sie als gestalterisches Element nutzen. Die farbliche Kennzeichnung von Seiten hilft dabei, Themenbereiche abzugrenzen oder wichtige Stellen zu markieren.
Auch die Materialwahl, wie Papier für Inhalt und Umschlag (inklusive Umschlagveredelung) sowie die Bindungsart sind maßgeblich für eine wertige Erscheinung Ihrer fertig gedruckten Chronik verantwortlich. 
Wir schicken Ihnen gerne schon vorab unsere Papier- und Druckmuster zu - so können Sie in Ruhe die verfügbaren Materialien begutachten und für Ihr Chronik-Projekt passend zusammenstellen!
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All diese Punkte abzustimmen ist sehr komplex, deshalb kann das Hinzuziehen eines Grafikers für die Layout-Gestaltung durchaus hilfreich sein. Der hat meist genügend Erfahrung und kann Ihnen ein zu Ihrer Chronik passendes und stimmiges Layout erstellen - von den Inhaltsseiten bis zur Umschlag-Gestaltung. Der Grafik-Designer kann Ihnen auch bei den Ausführungsdetails, wie bei der richtigen Wahl von Papier, Bindeart und Druckverfahren, beratend zur Seite stehen – oder Sie fragen uns direkt!

KORREKTURLAUF / ÜBERARBEITUNG

Um Rechtschreib- und Logikfehler auszuschließen ist noch ein Korrekturlauf notwendig. Auch Layout, Bilderwahl sowie Schriftformatierungen sollten abschließend geprüft und bei Bedarf korrigiert werden! Es empfiehlt sich, das Werk nochmal von jemanden unabhängigen Korrektur lesen zu lassen. Je nach Umfang Ihrer Chronik kann das schon mal einige Wochen dauern - deshalb sollten Sie für die Korrektur und Überarbeitung genügend Puffer einplanen - bevor Ihre Chronik in den Druck geht.

 

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